Aufmerksamkeitstraining für 2. und 3.Klässler

Manchen Kindern fällt es schwer, sich im Rahmen größerer Gruppen auf eine Aufgabe oder auf eine Person zu konzentrieren. Oftmals fällt dieses im Kindergarten gar nicht so auf, doch in der Schule führt es schnell zu Schwierigkeiten. Da scheint alles andere genauso wichtig, wenn nicht sogar wichtiger zu sein, als das Reden des Klassenlehrers oder die Aufgabe, die gerade zu lösen ist: das Getuschel der Klassenkameraden am Nachbartisch, das neue Mäppchen der besten Freundin, die schönen Bilder an der Wand oder die Vögel vor dem Fenster.
Manche Kinder fangen dann einfach nur an zu träumen und entziehen sich auf diese Weise den zahlreichen Reizen in ihrer Umgebung. Andere Kinder sind verwirrt, unorganisiert und orientierungslos. Wieder andere reagieren mit erhöhter Aktivität und teils auch Aggressivität auf die Überreizung. Die schulischen Leistungen leiden oft erheblich.

Kinder mit Konzentrationsproblemen benötigen noch mehr als andere die individuelle Ansprache der Lehrkraft, müssen immer wieder aufgefordert werden, ihre Aufgaben zu erledigen oder zuzuhören und sie brauchen eine engere Kontrolle von Lehrern und Eltern. Aggressives Verhalten wirkt sich zudem ohne Frage negativ auf die Atmosphäre im Klassenverband und das soziale Miteinander unter den Schülern aus.

Wie kann man also Kindern mit Konzentrationsschwächen helfen, damit sie in der Schule und im Alltag besser zurechtkommen?

Sobald es wieder möglich ist starten wir mit unserem Konzentrationstraining in der Kleingruppe. Hier wird besonders geschult:

  • eine Aufgabe fertig zu machen, ganz unabhängig davon, wie gut der Sitznachbar damit zurecht kommt
  • gemeinsam als Gruppe Aufgaben zu bewältigen, indem jeder seine Stärken mit einbringen kann
  • den respektvollen Umgang miteinander, der sich bereits im Zuhören und Ausreden-lassen zeigt
  • den sozialen Umgang miteinander, der Rücksicht, Anteilnahme, aber auch Nachgeben können ermöglicht
  • den Umgang mit Frust, wenn man mal nicht der Beste bei einem Spiel oder einer Aufgabe ist

Die kleinen Gruppen ermöglichen jedoch auch andere Erfahrungen, die wir den Kindern bewusst machen und die sie stärken:

  • dass es zwar nicht schön ist, mal nicht der Beste zu sein, dass dem „Verlierer“ aber keine Konsequenzen seitens der Gruppe drohen
  • dass die Gruppe oftmals sogar Hilfe anbietet
  • wie schön es ist, ein gern gesehener Teil einer Gemeinschaft zu sein, statt eines „Störenfriedes“ oder „Hindernisses“

Diese Veränderungen, Erfahrungen und die Entwicklung braucht natürlich ihre Zeit, die wir uns und den Kindern einräumen. Zumeist begleiten wir die Kinder im Rahmen dieser Gruppe während eines ganzen Schuljahres. So entsteht eine wechselseitige Beziehung, bei der Erfahrungen aus der Therapiegruppe in der Schule und umgekehrt neue Herausforderungen aus dieser in die Gruppe einfließen. Aber auch Erfolge, die unsere Gruppen-Kinder mit ihren neuen Errungenschaften in der Schule machen, können in unserer Gruppe erzählt und eingebracht werden und finden Beachtung.

Unsere nächste Kindergruppe

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